Im Eilverfahren zu neuen Bildungsufern

Schwarz-grüne Schulreform in Hamburg kann Kritiker nicht beruhigen

  • Von Guido Sprügel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nun ist es also auch auf höchster Ebene beschlossene Sache: Hamburg beschreitet im Umbau seiner Schullandschaft Neuland. Mit ihrer komfortablen Mehrheit in der Hamburger Bürgerschaft hat der schwarz-grüne Senat gestern die Schulreform festgezurrt – die Änderungen im Schulgesetz sind nunmehr beschlossene Sache. Der Ton der Kritiker wird indes schärfer.

Die konservative Initiative »Wir wollen lernen!« ist besonders erbost über den Umbau des Hamburger Schulsystems. Ihr Sprecher Walter Scheuerl unterstellte den Plänen des Senats gar, sie knüpften »an die Tradition in der NS-Pädagogik des (…) Erziehungswissenschaftlers Peter Petersen« an. Einen Gefallen hat er seiner Initiative damit nicht getan. Seit Montag rücken immer mehr Kritiker der Reform von Scheuerl ab und distanzieren sich von seinen Thesen. Was der Senat jetzt im Eilverfahren durch die Bürgerschaft gebracht hat, besiegelt eine radikale Neuausrichtung der Schullandschaft. In Zukunft wird es in Hamburg die sechsjährige Primarschule geben und danach nur noch die Stadtteilschulen oder Gymnasien. Während man an der Stadtteilschule alle Abschlüsse einschließlich des Abiturs nach 13 Jahre erlangen kann, bieten die Gymnasien wie bisher das Abitur nach 12 Jahren an. Sonderschulen sollen schrittweise aufgelöst werden. Das längere...


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