Einkauf mit dem »Kirchenbulli«

Im niedersächsischen Uelzen hält ein Diakonie-Projekt Senioren mobil

  • Von Claus Rosenau
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Immer Kavalier: Chauffeur Gerhard Klein

Das Gesprächsthema Nr. 1 an diesem Morgen ist der Aldi-Markt und sein Sortiment. Die betagten Fahrgäste im »Kirchenbulli« – alles Frauen – freuen sich über den Discounter, der in Rosche gerade eine Filiale neu eröffnet hat. In dem 2000-Seelenort zwischen Lüneburger Heide und Wendland gab es bislang nur einen Krämer. Chauffeur Gerhard Klein steuert den VW-Bus geradewegs auf den Aldi-Parkplatz.

Der Rentner baut den Tritt auf, hilft den Seniorinnen beim Aussteigen und stellt ihre Rollatoren auf. Der 71-Jährige gehört zu jener Spezies Mensch, die das Leben auf dem Land am Laufen hält: Kneipenwirt beim SV Bankewitz, engagiert in der Gemeindepolitik ebenso wie auf dem Hof des Schwiegersohns. Als »Held des Alltags« hat ihn ein Fernsehsender im Frühjahr porträtiert – wegen seines ehrenamtlichen Einsatzes in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Seit dem »Schützenfest 2007«, weiß es Pastor Uwe Mestmäcker genau, ist der ...


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