Posada Carriles in Miami auf freiem Fuß

Attentäter hat unter Obama nichts zu fürchten

  • Von Leo Burghardt, Havanna
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Terroristen sind in den USA nicht Terroristen, wenn es sich um die »eigenen Leute« handelt. Der Fall des Luis Posada Carriles unterstreicht das bis heute.

Am 6. Oktober 1976 zerfetzten zwei Bomben eine DC 8 der Cubana de Aviación, kurz nach dem sie in Bridgetown/Barbados mit 73 Passagieren an Bord gestartet war. Niemand überlebte. Auf dem Mitschnitt der letzten Worte des Kopiloten hört man eine entsetzte Stimme und wenige Sekunden später nur noch ein Rauschen. Beim Anhören gefriert einem noch heute das Blut in den Adern.

Die beiden Bombenleger, die in Bridgetown ausgestiegen waren, wurden noch am gleichen Tag gefasst. Sie hielten sich nicht lange damit auf, die Schuld abzustreiten. Die CIA würde schon dafür sorgen, dass ihnen nichts Wesentliches passiert, denn sie wussten, dass ihre Auftraggeber, Posada Carriles und Orlando Bosch in deren Unterkunft die Sprengsätze montiert wurden, Offiziere des US-amerikanischen Geheimdienstes waren.

Nach einem kurzen Prozess landeten die Attentäter für ein paar Jahre in einem venezolanischen Gefängnis. Auch Posada Carriles, ein Sprengstoffexperte, kam ni...


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