Mich gibt es eigentlich gar nicht

Michael Kober – ein Kommunist in Unterfranken

Die beschauliche Kleinstadt Bad Neustadt, ein Zunftbaum und Michael Kober, ein Kommunist, den es in Unterfranken überhaupt nicht geben dürfte.
Die beschauliche Kleinstadt Bad Neustadt, ein Zunftbaum und Michael Kober, ein Kommunist, den es in Unterfranken überhaupt nicht geben dürfte.

Bei der LINKEN gab es Kondome und Brillenputztücher. Gegenüber, am Informationsstand der CSU, Gummibärchen. Bundestagswahlkampf in der unterfränkischen Kleinstadt Bad Neustadt an der Saale, unweit der Landesgrenze zu Thüringen.

Ab und zu plaudert der Landrat Thomas Habermann mit dem Genossen Michael Kober. Sie sind Schulfreunde und fühlen sich beide ihrer Heimat verbunden. Doch zu Thomas Habermann, dem CSUler in der Lodenjacke, hat wohl noch nie jemand gesagt: »Geh doch nach drüben!« Michael Kober jedoch hat das so oft hören müssen, dass er sich angewöhnte, zu antworten: »Geh du doch nach drüben. Ich wohne hier.« 1957 in Bischofsheim geboren, will er nicht einsehen, dass die CSU seine Heimat für sich gepachtet hat.

Ein Mann tritt an den Info-Stand, sagt: »Genickschussanlage Hohenschönhausen« und geht weiter.

Der Wahlkreiskandidat der LINKEN, Stefan Bannert, erzählt vom Plakatekleben. Er ging durch Münnerstadt, befestigte gerade das ers...


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