Denkmal schützt vor Leerstand nicht

Leipziger Stiftung will Wohnhäuser erhalten

Leipzig (dpa/ND). In der Leipziger Münzgasse reiht sich Bar an Bar in herausgeputzten Gründerzeithäusern. Lediglich an einem Gebäude sind die Sanierer vorübergezogen: Mit den alten Konzertplakaten am Erdgeschoss, den vernagelten Fenstern und dem Gras, das aus der Regenrinne wuchert, wirkt die Nummer 9 wie der letzte Schandfleck. Doch der Schein trügt: Unter dem aschgrauen Putz verbirgt sich ein altes Fachwerkhaus. Mindestens seit dem Mauerfall steht das denkmalgeschützte Haus leer und verkommt zur Ruine. Damit gehört es laut der Leipziger Denkmalstiftung zu den 2000 Monumenten der Stadt, die in ihrem Bestand massiv bedroht sind.

Denkmäler sind eine Stärke Sachsens, weil es so viele wie in kaum einem anderen Bundesland gibt: Ungefähr 105 000 bewahrenswerte Bauwerke jeder Art verzeichnet der Freistaat – von historischer Brückenkonstruktion über Postgebäude bis hin zum Industrieturm. Den überwiegenden Teil bilden der sächsischen Den...


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