Das Bella-Center-Nachspiel

Nach dem Klimagipfel wird die Kritik am dänischen Premier lauter

  • André Anwar, Kopenhagen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Scharfe Kritik schlägt Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen im In- und Ausland entgegen. Er wird zum Teil für das Klimagipfel-Fiasko verantwortlich gemacht. Rücktrittsforderungen werden immer lauter.

Connie Hedegaard hat es besser als ihr Chef. Die seit Beginn der Klimakonferenz umstrittene Verhandlungsleiterin wurde am Sonntag ehrenvoll von Königin Margrethe aus der dänischen Politik entlassen. Die bisherige Umweltministerin ist seit Montag EU-Klimakommissarin.

Premier Lars Løkke Rasmussen bleibt zurück. »Er ist ein richtig guter Handwerker«, lobte ihn seine Frau Solrun einmal und verriet, dass ihr Mann, der erst Innen- und dann Finanzminister war, recht professionell Böden auslegen und Türen austauschen kann. Der richtige Mann also für Dänemark und auch die Konferenz? Nun prasselt ein regelrechtes Trommelfeuer auf Rasmussen ein.

Im In- und Ausland wird der seit April amtierende Ministerpräsident für den desaströsen Verlauf der Konferenz verantwortlich gemacht. Dänische Kommentatoren werfen dem zu Hause bereits zum Amtsantritt als »Umweltmuffel« charakterisierten Premier nichts Geringeres vor als »die letzte weltweite Chance« vert...


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