Die Rundung – Maß aller Dinge

Oscar Niemeyer – Das Leben ist ein Hauch von Fabiano Maciel

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Er ist überzeugter Kommunist und ein rechter Macho dazu, ein Mann, der stets zu seinen Überzeugungen gestanden hat und immer bereit scheint, seine Werke zu verteidigen: Oscar Niemeyer, mit 102 Jahren der letzte lebende Exponent der architektonischen Moderne. Kein NS-Flüchtling, wie der Name vermuten lassen könnte, sondern brasilianischer Spross einer älteren Auswanderbewegung, ein Mann, der noch im hohen Alter die Frauen und das Leben liebte und noch an seiner größten Großbaustelle nicht vergaß, neben den Bauaufgaben auch den Feierabend mitzuplanen, denn wer tagsüber schwer arbeitet, muss sich abends auch ausgiebig vergnügen dürfen.

Oscar Niemeyer, Jahrgang 1907, betrachtet Le Corbusier als seinen wesentlichen Lehrmeister, mit dem zusammen er für die Planung für das UN-Hauptquartier in New York verantwortlich zeichnete. Ein Einfluss, der Niemeyer aber nicht davon abhielt, Le Corbusiers strenge Linienführung an den ganz eigenen Projekten...


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