Zweifel an Washingtons Selbstlosigkeit

Haitianische Schriftstellerin Danticat: Wir sind nur eine dramatische Story im Fernsehen

  • Max Böhnel, New York
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

An Hunderten von Orten in den USA versammelten sich am gestrigen Martin-Luther-King-Feiertag Zehntausende von Menschen, um nicht nur des ermordeten Bürgerrechtlers zu gedenken, sondern auch Lebensmittel, Kleidung und Geld für die Erdbebenopfer in Haiti zu spenden.

Trotz der Wirtschaftskrise ist die berühmte Spendenfreudigkeit der amerikanischen Bevölkerung ungebrochen. Am Wochenende hatte Ex-Präsident William Clinton gemeinsam mit seinen beiden Amtsnachfolgern George Bush jun. und Barack Obama zur Hilfe aufgerufen. »In diesen schwierigen Stunden steht Amerika zusammen«, sagte Obama im Weißen Haus. Die USA hätten eine der »größten Hilfsaktionen« ihrer Geschichte für das Erdbebengebiet in Haiti gestartet. Die Hilfeleistungen für den Karibikstaat würden »Monate und Jahre« laufen. »Wir stehen der Bevölkerung von Haiti bei, die eine so unglaubliche Widerstandsfähigkeit gezeigt hat, und wir werden ihr helfen, von vorne zu beginnen und wiederaufzubauen«, sagte Obama. Clinton, der UN-Sonderbeauftragter für Haiti ist, und Bush übernahmen die Leitung der »Clinton-Bush-Stiftung für Haiti«, an die Geld gespendet werden soll. Die Priorität liege derzeit bei der Lieferung von Nahrungsmitteln, Medikamenten und...


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