Von der Schuld des Westens

Reichweite und Grenzen der Pax Sovietica – zu einem Buch von Jochen Laufer

  • Von Rolf Badstübner
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Nachkriegspolitik per Dekrete – für ein Volk, das Hitler gewählt hatte

Gestüzt auf langjährige Archivstudien und gründliche Auswertung der Forschungsliteratur, aber bei immer noch prekärer Quellenlage, legt Jochen Laufer eine Gesamtdarstellung der sowjetischen Außen- und insbesondere Deutschlandspolitik von 1939 bis 1945 vor. Darin geht er der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, dass die UdSSR aus dem »Vaterländischen Krieg« mit seinem »Stalin-Effekt« zu einer Weltmacht aufstieg, die der Nachkriegsfriedensordnung unübersehbar den Stempel ihrer Pax Sovietica aufdrücken konnte. Da die sowjetische Geschichte dieses Zeitraums quasi in Stalin personifiziert erscheint, bildet die Beschäftigung mit dessen Wirken den roten Faden der Darstellung. Dabei wird der Diktator nach seinem in sich höchst widersrpüchlichem Wirken und dessen unterschiedlichen Ergebnissen beurteilt.

Laufer gelingt es, Mentalität, Absichten und Ziele Stalins zu Tage zu fördern und plausibel zu machen, auch wenn letzte Gewissheit nicht erre...


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