Innenminister redet Flüchtlingspolitik schön

Zahl der Asylbewerber in Deutschland gestiegen / Antragsteller besonders aus Kriegsgebieten

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach Angaben des Innenministeriums haben voriges Jahr 27 649 Menschen in Deutschland Asyl beantragt. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2008. Dennoch bewegt sich diese Zahl »im Bereich des historischen Tiefstandes«, so die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl.

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist gestiegen: Wie das Bundesinnenministerium mitgeteilt hat, gingen beim zuständigen Amt für Migration und Flüchtlinge 2009 27 649 Anträge ein. Das bedeutet eine Zunahme von 25,2 Prozent. 2008 haben 22 085 Menschen in der Bundesrepublik Asyl beantragt. Die Zahl der Asylsuchenden hat damit im zweiten Jahr in Folge zugenommen.

Die Zunahme ist laut Ministerium auf einen deutlichen Anstieg afghanischer Asylanträge zurückzuführen. Im vergangenen Jahr beantragten 3375 Menschen aus dem durch Krieg und Armut gebeutelten Land Asyl; eine Zunahme von über 400 Prozent gegenüber 2008. Hinzu kam die konstant hohe Zahl der Asylsuchenden aus Irak. 2009 haben 6538 Iraker einen Asylantrag gestellt, ein Jahr zuvor waren es 6836. Außerdem sei ein Anstieg des Asylzugangs aus anderen Hauptherkunftsstaaten, »vor allem aus Iran, Nigeria und Indien«, so das Innenministerium, zu beobachten.

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