Das »einzige Sorgenkind« des Westbeauftragten

Der bayerische Landesverband der LINKEN sorgt derzeit mit einem schweren Führungsstreit für Negativschlagzeilen

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im Umfeld der jüngsten Auseinandersetzungen in der Führung der LINKEN waren Klischees schnell bei der Hand: Ostler gegen Westler, Regierungsfreunde gegen Regierungsfeinde, Realos gegen Fundamentalisten. Dass handfester Streit auch ohne solche Kategorien geht, führt derzeit der Landesverband Bayern vor.

Klaus Ernst

Ausgerechnet in dem Landesverband, aus dem Klaus Ernst kommt, einer der beiden designierten Parteichefs der LINKEN, geht es derzeit drüber und drunter. Ossis und regierungswillige Realos dürfte man unter den bayerischen Genossen lange suchen; dennoch liegen sie sich in den Haaren. Und das hat, glaubt man manchen Berichten und offenen Briefen, durchaus mit dem Klaus Ernst zu tun.

Ernst, einem der Ur-Gründer der WASG, wird nachgesagt, im Landesverband eine so genannte Bayern AG bilden zu wollen, in der die hauptamtlichen Mitarbeiter der bayerischen Bundestagsabgeordneten der LINKEN zusammengefasst werden sollen. Ein Beitrag zu Aufbau und Festigung der Parteistrukturen in dem riesigen Flächenstaat, in dem es derzeit gut 3000 Linkspartei-Mitglieder gibt, nennen das die Befürworter. Schaffung von Parallelstrukturen am Landesvorstand vorbei, eine Versorgungsmaschine für willfährige Genossen, sagen die Kritiker.

Es ist schwer, wirklich inhalt...


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