Stadt Leipzig will für Zocker bürgen

Verluste von 290 Millionen Euro drohen

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Nach riskanten Geldgeschäften bei den Wasserwerken Leipzig drohen Verluste von 290 Millionen Euro. Um das Unternehmen zu sichern, will die Stadt nun eine Bürgschaft abgeben.

»Es ist und bleibt kriminell, was da geschehen ist« – das sagt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zu den Umständen spekulativer Finanzgeschäfte, die von zwei Managern der Kommunalen Wasserwerke (KWL) getätigt wurden und aus denen Verluste von bis zu 290 Millionen Euro drohen.

Dafür muss womöglich die Stadt geradestehen: Sie gibt für die KWL-Muttergesellschaft LVV, eine Holding, in der alle städtischen Unternehmen gebündelt sind, eine »Kapitalausstattungsgarantieerklärung« ab, also eine Art Bürgschaft. So soll Banken signalisiert werden, dass das Unternehmen weiter solide ist – auch wenn die KWL wegen möglicher Verluste vorsorglich hohe Rückstellungen bilden muss.

Die Affäre um die riskanten Finanzgeschäfte...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.