Alt, älter und hochbetagt

(ND). Künftig wird es in der Hauptstadt insbesondere mehr Langlebige (95-Jährige und Ältere) und Hochbetagte (80- bis unter 95-Jährige) geben. Das geht aus einer Prognose hervor, die die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung vorlegte. Erarbeitet wurde ein Diskussionspapier zur demografischen Entwicklung und ihren Auswirkungen auf Morbidität, Mortalität, Pflegebedürftigkeit und Lebenserwartung. Die demografische Entwicklung der Berliner Bevölkerung stellt danach sowohl das Gesundheitssystem als auch die sozialen Sicherungssysteme vor neue Herausforderungen.

Der Anteil jüngerer Menschen an der Berliner Bevölkerung wird weiter sinken und die Lebenserwartung insgesamt weiter steigen.

1990 hatten die Frauen in Berlin laut Senatsverwaltung noch eine Lebenserwartung von etwa 77 Jahren, bei den Männern lag sie bei rund 71 Jahren. Im Jahr 2007 hatten Frauen bereits eine Lebenserwartung von 82 und Männer von 77 Jahren.

Unterschiede in der Lebenserwartung ergeben sich allerdings auch weiterhin aus der unterschiedlichen sozialen Lage. So betrage die geschätzte Lebenserwartung in Gebieten mit ungünstiger Sozialstruktur bei den Männern knapp 74 Jahre und bei den Frauen etwa 80 Jahre gegenüber der Lebenserwartung in Räumen mit günstiger Sozialstruktur von über 78 Jahren bei Männern und 83 Jahren bei Frauen.

Die Gesamtentwicklung macht deutlich:

Die Zahl der Alterserkrankungen (z. B. Krebs, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) wird steigen und somit auch die Zahl pflegebedürftiger Menschen.

Es wird immer mehr Menschen geben, die Hilfe zur Pflege (Sozialhilfe) in Anspruch nehmen müssen.

So ist für das Jahr 2030 nahezu mit einer Verdopplung von pflegebedürftigen älteren Menschen (von etwa 87 000 im Jahre 2007 auf etwa 165 000 im Jahre 2030) zu rechnen.

Bei älteren Menschen mit Sozialhilfe wird ein Anstieg von etwa 22 000 im Jahr 2007 auf etwa 38 000 im Jahr 2030 erwartet.

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