BVG-Warnstreik mit Handbremse

400 U-Bahn- und Busfahrer legten die Arbeit nieder / Verspätungen besonders auf der U 5 und in Spandau

Streikende BVGer
Streikende BVGer

»Immer dann passiert so was, wenn's am schlechtesten passt«, reagierte die junge Frau gestern Morgen auf dem Bahnsteig der U 5 am Alexanderplatz verärgert. Die Wartegemeinschaft der Fahrgäste war schon beträchtlich angewachsen und verfolgte leicht irritiert die wechselnden Anzeigen des Informationssystems: Von fünf über sieben sowie zehn Minuten steigerte sich »Daisy« kontinuierlich, schließlich dauerte es 15 Minuten, bis die nächste Bahn kam.

Auf der U 5 (Alex-Hönow) waren die Auswirkungen des Warnstreiks bei der BVG, der nichts mit den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst zu tun hat, am deutlichsten zu spüren. Hier hat die dbb Tarifunion, die zum Streik aufgerufen hatte und die Gewerkschaften Deutscher Lokomotivführer (GDL) und Kommunaler Landesdienst (GKL) vereint, viele Mitglieder unter den Fahrern. Auch auf der U 8 sei es zu einer »Taktausdünnung« gekommen, zeitweilig auch auf der U 7, so BVG-Sprecherin Petra Reetz. Länger als...


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