Wut und Trauer nach Zugunglück

Eisenbahnerstreik in Belgien gegen Zustände bei der Bahn

  • Von Ralf Klingsieck, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Während in Belgien nach dem schweren Zugunglück vom Montag über mangelnde Sicherheit im Bahnverkehr diskutiert wird, legten Bahnmitarbeiter in mehreren Städten die Arbeit nieder. Sie protestieren damit gegen die schlechten Arbeitsbedingungen, die den Unfall mitverursacht hätten.

Eisenbahner in weiten Teilen Belgiens haben am Dienstag die Arbeit niedergelegt. Dieser spontane Warnstreik richtete sich gegen die schlechten Arbeits- und Sicherheitsbedingungen bei der Staatsbahn SNCB. Durch die Blockade der Bahndepots in Braine-le-Comte, Mons, Liège, Ath, Saint-Ghislain, Charleroi, Namur, La Louvière, Ottignies, Tournai und Louvain fiel auf vielen Strecken in der südlichen Hälfte Belgiens der morgendliche Berufsverkehr aus.

Obwohl der Streik nicht von den Bahngewerkschaften CGSP und SLFP organisiert worden war, stellten diese sich hinter die Streikenden und ihre Forderungen. Sie kritisieren den Personalmangel bei der Bahn, wodurch viele Lokführer und das Sicherheitspersonal überlastet und übermüdet seien, die ihnen zustehenden freie Tage oft nicht nehmen könnten. Es fehle vor allem an Lokführern und neues Personal werde nicht so gründlich geschult wie vor Jahren, erklärt Michel Jacmain von der Eisenbahnergewerkschaft...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.