Traum und harte Wirklichkeit

Nine von Rob Marshall

  • Von Marion Pietrzok
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Film ist ein Traum ... Im Kino kommt der Traum zurück zur Wirklichkeit«, sinniert Contini, der Mann, um den sich alles dreht, zu Beginn des neuen Filmprojekts in Rom, Cinecittà 1965. Es klingt programmatisch. Contini ist ein weltberühmter Regisseur, die Erwartungen sind hoch, die Dreharbeiten sollen beginnen, der Produzent drängt. Contini jedoch, nach zwei Flops, ist mit einer Blockade geschlagen. Nur der Filmtitel, »Italia«, steht fest. Demnächst 40 Jahre alt, ist der von Erfolg und weiblichen Schönheiten Verwöhnte in eine Lebenskrise geraten. Verzweifelt lässt er vor seinem geistigen Auge die Frauen erscheinen, an denen sein Herz hängt und die ihn inspirieren sollen – von der Mutter über die (Ex-)Geliebte bis zur Ehefrau. Mal agieren sie – auch singend und tanzend – in seiner Vorstellung und in Erinnerungsbildern, mal real. Schwarz-Weiß-Szenen wechseln mit Hochglanz in Hollywood-üblicher Farbe. Und es dauert lange, ...


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