Besuch im Hause der Malerin Frida Kahlo

Die Künstlerin mit deutschen Vorfahren ließ mexikanisches Licht auf ihre Bilder fluten In ihrer einstigen Wohnung blieb alles so, wie es bei ihrem Tod 1954 lag und stand

  • Von Matthias Krauß
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Frida Kahlos Selbstporträts im Museumsladen ihres ehemaligen Wohnhauses

»Guten Tag, mein Herr, ich bin von der Touristenpolizei. Ich vermute, dass ich Ihnen helfen kann.« Der Beamte mit den silbernen Applikationen an der schwarzen Uniform beweist ein sicheres Gespür im Menschengewühl von Mexiko-Stadt. Wenn er schon mal da ist, kann ich ihm das Problem auch schildern: »Also, ich will zum Museum der Malerin Frida Kahlo. Das ist laut Reiseführer in der Londoner Straße (calle Londres) Nummer 127. Wir stehen in der calle Londres Nummer 127, aber ich finde kein Museum weit und breit.«

Der Beamte kann das Problem sofort lösen: »Gemeint ist die calle Londres im Stadtteil Coyoacán. Das hier aber ist die calle Londres des Stadtzentrums.« Na sicher doch. Mexiko-Stadt ist ein ungeheurer Bottich, und wer weiß, ob es nur diese zwei Londoner Straßen gibt.

Immer mal wieder ein Star

Die U-Bahn bringt den Suchenden zum Stadtteil Coyoacán, zu deutsch »Kojote«. Hier steht das einstige Wohnhaus des später ermordeten Sowjetrevo...


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