Ein Besserungsstück

Die Landesbühne Radebeul macht sich um Louis Spohrs romantische Oper »Faust« verdient

  • Von Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Faust geht Mephisto an den Kragen.

Jede Ausgrabung einer Oper ist von vornherein ein Verdienst. Für kleinere Häuser wie die Landesbühnen Radebeul ist es darüber hinaus die Möglichkeit für ein überregionales Echo. Und für Opernliebhaber eine zur Weiterbildung. Auch wenn der jüngste Wiederbelebungsversuch (Anfang der 90er Jahre gab es schon mal einen von Matthias Oldag in Bielefeld) am Ende mehr der Rezeptionsgeschichte recht gibt und dem Opernkomponisten Louis Spohr (1774-1859) mit seiner, von ihm im Abstand von mehreren Jahrzehnten umgearbeiteten »Faust«- Oper aus dem Jahre 1816, keinen Zugang ins Repertoire ebnen wird.

Einerseits überstrahlt Goethes Faust als vielschichtige Zentralfigur eines bürgerlichen Selbstverständnisses jenen aus der Oper von Spohr. Bei ihm und Librettisten Josef Karl Bernard geht es nicht um Wissensdrang und Menschenbild, was bei Goethe, neben aller Skrupellosigkeit, das Thema ist. Hier ist der Mann im Bündnis mit dem Teufel nur auf sich bedacht....


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