Die zweite Welle der Sturmflut

Frankreich: Katastrophenopfer wehren sich gegen geplanten Abriss ihrer Häuser

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die französische Regierung möchte aus der jüngsten Sturmflutkatastrophe Konsequenzen ziehen, die vor Ort auf Protest stoßen.

Vor sechs Wochen suchte die Sturmflut Xynthia die französische Atlantikküste heim. Nördlich der Mündung der Garonne, auf der Insel Ile de Ré und nördlich von La Rochelle drückte das Meer an mehreren Stellen die Deiche ein und überschwemmte die dahinter liegenden Siedlungen und Felder. Allein in den beiden Küstenorten L'Aiguillon-sur-Mer und Faute-sur-Mer ertranken 29 Menschen in ihren Häusern. Mehrere tausend Einwohner mussten aus den Fluten geborgen und in Notunterkünften untergebracht werden, weil ihre Häuser schwer beschädigt sind. Andere haben inzwischen ihre weniger stark heimgesuchten Häuser vom Schlamm gereinigt und renoviert, Schäden repariert und neue Möbel gekauft.

Doch jetzt sehen viele einer neuen Katastrophe entgegen: Sie sollen ihre Grundstücke verlassen, und die Häuser werden abgerissen. Ganz unvorbereitet trifft sie diese Nachricht nicht. Schon wenige Tage nach der Sturmflut erklärte Präsident Nicolas Sarkozy bei einem B...


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