Bedeutungslose Himmelsrichtung

In Thüringen und Hessen zeigt sich die LINKE unbeeindruckt von der angeblichen Ost-West-Spaltung

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein gemeinsamer Antrag zum Bundesparteitag, Zusammenarbeit auf Kreisebene und ein Ost-West-Treffen: Die hessische und thüringische Linkspartei rückt zusammen.

Während manche Medien und Beobachter bei der LINKEN eine tiefe Kluft zwischen Ost und West diagnostizieren, gehen die Landesverbände der Partei in Thüringen und Hessen demonstrativ aufeinander zu. So stellen die beiden Landesvorstände einen gemeinsamen Antrag an den kommenden Bundesparteitag Mitte Mai. Das von den Landesvorsitzenden Knut Korschewski (Thüringen), Heidemarie Scheuch-Paschkewitz und Ulrich J. Wilken (beide Hessen) unterzeichnete Papier trägt den Titel »Kurs halten« und klopft wesentliche antikapitalistische Positionen fest, an denen auch nach einem Wechsel im Parteivorsitz nicht gerüttelt werden dürfe.

Dass die verschiedenen Partei-Strömungen nach Antworten suchten, um den Herausforderungen der Partei gerecht zu werden, sei »legitim und notwendig«, so der Antrag. Die Programmdebatte müsse »gegenüber den Mitsuchenden jedoch fair« und für »die Gesellschaft einladend« sein, warnt das Papier. Verkomme sie zu einem »Machtkampf...


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