• Politik
  • Berliner Privatisierungen

Mit kaltem Nass sprudelt der Profit

Teilprivatisierte Berliner Wasserbetriebe 2009 stark im Plus / Kartellverfahren wird gelassen gesehen

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Gewinne der seit über zehn Jahren teilprivatisierten Berliner Wasserbetriebe (BWB) sind 2009 gestiegen. Der Anstieg dürfte die Debatte über eine Rekommunalsierung und eine Prüfung der Wasserpreise durch das Bundeskartellamt neu befeuern.

Der Brief des Bundeskartellamtes flatterte den Berliner Wasserbetrieben eine Woche vor Ostern ins Haus. Es bestehe der »Anfangsverdacht auf überhöhte Wasserpreise«, schreibt die Bundesbehörde darin. Sie war nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes von Anfang Februar zum Preismissbrauch bei Wasserversorgern vom Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf (LINKE) als übergeordnete und somit neutralere Behörde eingeschaltet worden, um die im bundesweiten Vergleich hohen Preise bei den BWB zu überprüfen – die sind seit 1999 teilprivatisiert. 50,1 Prozent gehören dem Land Berlin, der Rest den Privaten RWE und der französischen Veolia.

Große Sorgen bereitet den BWB die Überprüfung der Preisgestaltung offenbar nicht. »Wir sehen der Untersuchung ruhig entgegen«, erklärte gestern der Vorstandsvorsitzende der BWB, Jörg Simon, bei der Pressekonferenz zur Bilanz 2009. Die Wasserbetriebe wollen bis Ende dieser Woche alle gewünschten Zahlen vorle...


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