Schmerzensmann des Tanzes

Ralf Rossas »Nijinsky – Star des russischen Balletts« in Halle

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Yann Revazov als Nijinsky

Eine Jahrhundertgestalt im Tanz, dieser Vaclav Nijinsky: 1889 als Sohn polnischer Eltern geboren, hochtalentierter Absolvent der Petersburger Ballettschule, im Mariinsky Teatr bald Partner der führenden Ballerinen, von Sergej Diaghilew zum Star seiner Ballets Russes und zum Liebhaber gemacht, der Ballerino jener Ära schlechthin, Protagonist noch heute gespielter Ballette, legendär sein Sprung, seine Sinnlichkeit, als Choreograf 1913 Initiator des spektakulärsten Theaterskandals im 20. Jahrhundert, weltweit gefeiertes Wunderkind, 30 Jahre dann, vielleicht wegen eines schweren Unfalls während der Schulzeit, schizophren in diversen Sanatorien, 1950 Tod in London.

Bücher und Filme interpretieren sein Leben und Wirken, intime Tagebücher, von seiner späteren Frau Romola nur gekürzt publiziert, lesen sich irgendwo zwischen Dichtung, Wahrheit und Wahn, seine Zeichnungen sind so großartig wie mystisch. Vieles glauben wir über ihn zu wissen, und...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.

0
Beiträge gelesen

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und kaufe eine virtuelle Ausgabe des »nd«

0
Beiträge auf nd-aktuell gelesen

Hilf mit, die Seiten zu füllen!

Zahlungsmethode