Zu Besuch im Gefängnis Nummer Fünf

In Hamburg laufen die 4. kurdischen Filmtage

  • Birgit Gärtner, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Trotz aller Repression gegen die Kurden in der Türkei, in Syrien und in Iran wurden in den letzten Jahren dutzende kurdische Spielfilme und viele Kurz- und Dokumentarfilme gedreht. Vorwiegend kurdische Filmemacher, aber auch internationale Künstler wie Philippe Loiret nahmen sich des Themas an. Während der kurdischen Filmtage im 3001 Kino im Hamburger Stadtteil Sternschanze wird noch bis zum 16. Juni 2010 eine kleine Auswahl davon im Rahmen der 4. kurdischen Filmtage präsentiert.

Die Filme der kurdischen Filmtage in Hamburg beschäftigen sich mit Themen wie Ehre und Moral, mit überkommenden Traditionen, Flucht und Vertreibung, Krieg, mit persönlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, mit Widerstand und Alltagsleben. Dem Publikum wird so ein vielschichtiges Bild aus allen Regionen Kurdistans in Vergangenheit und Gegenwart gezeigt.

Einfühlsames Porträt

Der Film »Min Dit« – die Kinder von Diyarbakir (2009) schildert das Leben zweier Straßenkinder, deren Eltern vor ihren Augen von türkischen Milizen ermordet werden. »Die letzte Saison: ewaxan« (2010) ist das einfühlsame Porträt eines Nomadenvolkes in der Region Dersim.

In »Die verschwundenen Töchter von Dersim« (2009) kommen Frauen zu Wort, die als Kinder im Rahmen der türkischen Assimilierungsprogramme von ihren Familien geraubt und dann türkischen Familien zur Adoption gegeben wurden. Das Immigrantendrama »Welcome« von Philippe Loiret wurde 2009 a...


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