Bankkunden haben keine Lobby

Verbraucherschutz bleibt beim G20-Gipfel unerwähnt / Teil 6

  • Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am 26. und 27. Juni treffen sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer zum nächsten G20-Gipfel im kanadischen Toronto. Kommt die Regulierung der Finanzmärkte nun endlich entscheidend voran? ND beleuchtet in einer Serie wichtige Mosaiksteine bei dieser Mammutaufgabe.

Sven Giegold ist gefrustet. »Bei der Beschäftigung mit der Finanzkrise ist noch einmal die Macht der Lobby sehr deutlich vor Augen geführt worden.« Das Europaparlament stehe täglich unter dem Druck des Finanzsektors. Es fehle eine fachkundige Gegenmacht wie Greenpeace im Umweltbereich oder die Gewerkschaften für Arbeit und Soziales, beklagt der grüne Abgeordnete. Giegold und seine Mitstreiter von den Konservativen bis zu den Sozialisten wollen mit der Initiative »Financial Watch« eine schlagkräftige Lobby für die Reform der Finanzmärkte schaffen.

Die Stärke der Bankenlobby und die Schwäche der Bankenkritiker sind nur zwei Gründe, warum die Reform der Finanzmärkte in Europa und der Welt nicht recht vorankommt. Kurz vor dem G20-Gipfel in Toronto ist unter den wichtigsten Industrie- und Schwellenländern ein Konsens über Bankenabgaben, Kapitalregeln und Finanzmarktsteuern noch immer weit entfernt. Gänzlich unerwähnt bleibt der Verbrauchers...


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