Eier legende Wollmilchsau?

Der Mauerbau am 13. August 1961 – ein wichtiges Datum der deutschen Erinnerungskultur / Die Bundesstiftung Aufarbeitung stellte ein neues Projekt zum Jubiläum des Mauerbaus vor

  • Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Am Vorabend des 49. Jahrestages des Mauerbaus ließ es sich die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur nicht nehmen, ein neues Projekt vorzustellen und eine Open-Air-Ausstellung in Berlin, unweit vom Potsdamer Platz, zu eröffnen.

Rainer Eppelmann klebt ein Plakat, die Vize-Chefs von »Bild« und »Welt« schauen zu
Rainer Eppelmann klebt ein Plakat, die Vize-Chefs von »Bild« und »Welt« schauen zu

Ein Tschekist schläft nicht, ein Tschekist ruht höchstens. Hieß es (ironisierend) in der DDR. Die Bundesstiftung Aufarbeitung ruht offenbar nie. Wachsamkeit ist geboten. Landauf, landab grassiert Unwissen über den Unrechtsstaat DDR, wie regelmäßige Umfragen und Studien enthüllen. Eine Stiftung, die »Erinnerung als Auftrag« versteht, kennt deshalb auch keine Sommerpause. Wenn Parlamentarier und Kabinettsmitglieder auf Sylt oder in der Toskana ihren Bauchnabel sonnen und Otto-Normalverbraucher an der Ostsee oder auf Mallorca, werden neue Projekte ersonnen und konzipiert.

Open Air und Vier in Einem

Vorstandsvorsitzender Rainer Eppelmann lud Pressevertreter in die Stresemannstraße nahe dem Potsdamer Platz in Berlin. »Was für ein Triumph, was für eine Freude!«, rief er aus und konnte sich mit dieser unverhofft leidenschaftlichen Eröffnung der Neugier der Journalisten gewiss sein. Was ließ den Pfarrer a. D. jubilieren? Der historische Ort, d...


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