Held des Umweltschutzes

Marco Arana, Priester und Präsidentschaftskandidat Perus, erhält am Antikriegstag den Aachener Friedenspreis

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Marco Arana heißt Perus populärster Pater. Der Geistliche aus der Bergbaustadt Cajamarca ist ein engagierter Umweltschützer und hat die Soutane für die Politik an den Nagel gehängt. Heute erhält der 47-Jährige den Aachener Friedenspreis für sein langjähriges Engagement für den Schutz der Umwelt.

Die Beine entspannt übereinander geschlagen, sitzt Marco Arana Zegarra auf der Holzbank vor dem Gemeindehaus in Baños de Inca. Der kleine Ort vor den Toren Cajamarcas ist ein Nationalheiligtum. Hier hat Inkaherrscher Atahualpa in den schwefelhaltigen Thermalquellen gebadet, bevor die goldgierigen Spanier ihm den Kopf abschlugen. »Die heißen Quellen sind heute vielleicht noch populärer als damals. Doch unsere Regierung hat selbst rund um die dampfenden Becken den Boden für den Bergbau freigegeben«, erklärt der 47-jährige Mann mit leiser, aber bestimmter Stimme.

Cajamaraca – die Stadt des Goldes

In Cajamarca dreht sich fast alles ums Gold – erst kamen die Spanier, um das Gold der Inkas kistenweise abzutransportieren, heute sind es die großen internationalen Bergbaukonzerne, die das goldene Metall aus den Bergen rund um die Stadt schürfen. Marco Arana kennt es kaum anders, denn der ruhig und zurückhaltend auftretende Mann ist ...


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