Peak Oil und Deutschlands »Stabilität light«

Bundeswehr-Think-Tank erarbeitete Studie über »sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen«

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Niemand soll für die Wirtschaftsinteressen Deutschlands sterben – nirgendwo«, erklärte die LINKE zum gestrigen Weltfriedenstag und steht damit nicht allein. Doch die Zukunft könnte ganz anders aussehen – liest man aus einer Studie des Zentrums für Transformation der Bundeswehr heraus. Sie handelt vom Erdöl.

Das Auspumpen der Erde verlangt »militärischen Schutz«.

Das Zentrum für Transformation der Bundeswehr in Strausberg nahe Berlin ist eine Art Think Tank der Bundeswehr. Hier entsteht die Studie »Streitkräfte, Fähigkeiten und Technologien« – kurz SFT 21. Darin werden »langfristige sicherheitspolitische Herausforderungen in einem Zeithorizont von 30 Jahren« beschrieben. Das Ergebnis soll »dem Bundesministerium der Verteidigung ermöglichen, frühzeitig langfristige und sicherheitspolitisch relevante Fragestellungen zu identifizieren, um diese ggf. an interne oder externe Stellen zur vertieften Untersuchung zu übergeben«. Auch die jüngste, knapp hundertseitige Teilstudie zum Thema Peak Oil erfüllt diese Zielsetzung. Unter Peak Oil verstehen Energieexperten jenen Zeitpunkt, zu dem der globale Vorrat an Erdöl den steigenden Bedarf nicht mehr befriedigen kann.

Die Autoren um Dezernatsleiter Thomas Will zeichnen die Folgen der unumkehrbaren Rohstoffverknappung in dramatischen Bildern. Sie warnen...


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