Im Vordergrund stand »die Sache«

Heute nehmen Familie und Freunde Abschied von DDR-Außenhandelsminister Gerhard Beil

  • Von Dieter Janke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Heute findet für den am 19. August verstorbenen einstigen Außenhandelsminister der DDR, Gerhard Beil, die Trauerfeier statt.

Kindheit und Jugend der Generation, die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte, standen unter keinem gutem Stern. Ungeist und Untaten des Faschismus waren für die Heranwachsenden allgegenwärtig. Junge Männer jener Jahrgänge mussten Glück haben, wenn sie nicht direkt in den Sog der Kriegsmaschinerie geraten wollten. Der am 28. Mai 1926 in Leipzig geborene Gerhard Beil hatte das Glück. Nach der kaufmännischen Ausbildung verbrachte er die Jahre von 1943 bis 1945 beim Reichsarbeitsdienst. Das Ende des Krieges und die bittere Einsicht in seine Hintergründe und Ursachen waren für ihn wie für viele seines Jahrganges der tiefere Beweggrund, am Zustandekommen einer gesellschaftlichen Alternative mitzutun und die damit verbundenen Chancen zu nutzen.

Den unterschiedlichsten Stationen als Bauschlosser und Maschinist folgte ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Berliner Hochschule für Planökonomie und...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.