Kein sicherer Hafen

Anlegerschützer warnen vor Risiken bei Schiffsfonds

  • Von Rainer Kreuzer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Anbieter von Schiffsfonds werben wieder verstärkt um Anleger. Doch es geht weniger um die Finanzierung von Containerriesen, als um Massengutfrachter zum Transport von Rohstoffen und um Spezialschiffe.

Geschlossene Fonds, die das Geld der Anleger in den Bau von Schiffen investieren, freuen sich wieder über höhere Zuflüsse. Nach dem Absturz der Branche in Folge der Finanzkrise meldet der Verband Geschlossene Fonds (VGF) für das zweite Quartal dieses Jahres wieder »signifikante Zuwächse«. Doch Vorsicht: Von den insgesamt 127 Millionen Euro, die die Anleger laut VGF einzahlten, waren 72,9 Millionen reine Nachzahlungen der Anteilseigner, um die bestehenden Fonds zu retten.

Bislang seien nur 30 Prozent der rund 2500 Schiffe, die von Fonds betrieben werden, problemlos durch die Finanzkrise gekommen, resümiert Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden in Passau. Sie berichtet über Fälle, in denen Anleger ihre Ausschüttungen wieder zurückzahlen mussten und gar mit Rückzahlungsklagen konfrontiert worden seien. Wenn nämlich die Containerschiffe ohne Frachtaufträge im Hafen ruhen, fallen trotzdem Kosten an. Statt Ausschüttunge...


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