Schweden wählt zwischen Rot und Schwarz

Schwieriger Wahlkampf für Mitte-Links-Opposition / Rechtsnationale vor Parlamentseinzug

  • Von Andreas Knudsen, Kopenhagen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenn die Schweden am Sonntag die Reichstagsmitglieder für die nächsten vier Jahre wählen, beenden sie einen Wahlkampf, der eigentlich schon nach den letzten Wahlen begann und dessen Kernfrage war, ob einer bürgerlichen Regierung erstmals seit gut 60 Jahren die Wiederwahl gelingen wird oder ob sich Rot-Grün als Alternative präsentieren konnte.

Nach Wochen des Kopf-an-Kopf-Rennens deuten die letzten Meinungsumfragen darauf hin, dass die Regierungskoalition aus Moderater Partei, der Volkspartei, der Zentrumspartei und den Christdemokraten offenbar den besseren Endspurt hatte. In erster Linie wird der konservative Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt allgemein als Sieger der Fernsehdiskussionen gegen die Oppositionsführerin Mona Sahlin eingeschätzt.

Reinfeldt präsentiert den Wählern ein Schweden, dessen Wirtschaft gegenwärtig als die stabilste in Europa angesehen wird. Die Zeichen stehen auf Wachstum, das Minus im Staatshaushalt ist gering und die Beschäftigung steigt. Auch Reinfeldts »Mannschaft« hat einen guten Stand. Ungewöhnlich für einen Finanzminister ist Anders Borg, dessen Outfit eher zu einem Grünen passt, populär in weiten Kreisen der Bevölkerung. Er steuerte Schweden um die schlimmsten Klippen der Finanzkrise herum und hielt die Banken an der kurzen Leine. Dazu kommen ...


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