Mit feuerroter Jacke

Für viele ist Mesut Özil gelebte Integration – aber nicht für alle

  • Von Christian Heinig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Farblich war es eine klare Botschaft, die Mesut Özil gestern in die Welt hinausschickte. Oder nicht? Fakt ist: Im Gegensatz zu Philipp Lahm, seinem Teamgefährten in der Nationalelf, der gestern mit einer dezent weißen Sportjacke bei der Pressekonferenz erschien, wählte Özil aus der Teamkollektion seines Ausrüsters die knalligere Variante: Özil trug eine feuerrote Trainingsjacke, optisch der türkischen zum Verwechseln ähnlich. Ein Statement? Eine Hommage an die Heimat seiner Väter? Oder geschah es lediglich aus purem Modebewusstsein? Bei Özil, so hat es dieser Tage den Anschein, kann ja alles irgendwie eine Bedeutung haben. Er wird schließlich gern herangezogen, wenn es um ein gelebtes Erfolgsmodell der Integrationsarbeit in diesem Land geht.

Mesut Özil, 21, ist in dritter Generation Sohn einer türkischen Einwandererfamilie, aufgewachsen im Gelsenkirchener Multi-Kulti-Stadtteil Bulmke. Im Vorjahr entschied er sich für die deutsche Natio...


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