Gorleben 21 hinter Stacheldraht

Erkundung an möglichem Atomendlager wiederaufgenommen / Gegner lehnen Runden Tisch ab

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Protest gegen Stuttgart 21 ist eine Warnung. Die Bundesregierung möchte eine rasche Entscheidung für ein Atommüllendlager in Gorleben. Dagegen regt sich massiver Widerstand.

Greenpeace-Aktivisten benannten am Montag das Umweltministerium in »Bundesministerium für Atomkraft und Konzerninteressen« um.

Knapp drei Wochen nach dem Ende des Erkundungsstopps im Salzstock Gorleben sollten am Montag die Untersuchungsarbeiten wieder aufgenommen werden. Bis zum Mittag konnten allerdings keine größeren Bautätigkeiten beobachtet werden. Auch der Verkehr in und um das mit Stahlzäunen und Stacheldraht gesicherte Areal hielt sich in gewohntem Rahmen. »Wir sehen keine Bau-, aber viele Polizeifahrzeuge«, berichteten Anti-Atom-Aktivisten aus dem niedersächsischen Wendland dem ND.

Diese Fahrzeuge sind eine Art Vorhut für das Großaufgebot an Beamten, das Anfang November im Kreis Lüchow-Dannenberg Einzug halten soll. Dann werden nach offiziell nicht bestätigten Berichten rund 10 500 Polizisten den Castor-Transport aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague auf dem letzten Stück seines Weges ins Gorlebener Zwischenlager schützen. Weitere 6000 Bundespolizisten sollen die Bahnstrecken außerhalb des Wendlands bewachen. Beobachter halten es für...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.