Dollarschwemme für den Aufschwung

US-Notenbank pumpt 600 Milliarden Dollar in die Wirtschaft / Leitzins bleibt bei knapp Null

  • John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die US-Notenbank Fed will die Wirtschaft in Gang bringen. Dafür pumpt sie bis Juni nächsten Jahres 600 Milliarden Dollar in die Wirtschaft und ersetzt bis zu 300 Milliarden Dollar auslaufender Staatspapiere. Doch es regt sich Kritik.

Der Schritt war mit Spannung erwartet worden. Am Mittwoch gab die Federal Reserve, die US-Notenbank, ihren Plan zur Ankurbelung der US-Wirtschaft bekannt. Danach will sie bis Ende Juni 2011 US-Schatzbriefe im Wert von 600 Milliarden Dollar (430 Milliarden Euro) aufkaufen. Pro Monat bringt sie so 75 Milliarden Dollar in Umlauf. Außerdem will sie bis zu 300 Milliarden Dollar auslaufender Staatsanleihen ersetzen. Insgesamt pumpt sie so innerhalb von acht Monaten bis zu 900 Milliarden Dollar in die Wirtschaft. Die Dollarschwemme soll den Wirtschaftsmotor anwerfen.

Die Fed nennt das Anwerfen der Notenpresse »quantitative easing« – quantitative Lockerung. Sie begründet es mit der Wirtschaftslage. »Die Erholung in der Produktion und in der Beschäftigung ist langsam«, stellte sie in ihrer Erklärung fest. Hohe Arbeitslosigkeit, bescheidenes Einkommenswachstum, niedrigere Immobilienvermögen und eine Kreditklemme bremsten das Wachstum.

Die Fe...


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