Ein Herz für Männer und Mütter

Schwarzer erklärt Ministerin Schröder, dass sich der Feminismus seit den 70ern weiterentwickelt hat

  • Regina Stötzel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Familienministerin Kristina Schröder hat ein Ziel aus ihrer Jugend souverän erreicht: niemals Feministin zu werden. In einem Interview im »Spiegel« versuchte sie es mit Kritik am »frühen Feminismus« und bewies vor allem, dass sie keine Kenntnis von einem »späteren« hat. Ein »hoffnungsloser Fall« für Alice Schwarzer, die mit einem offenen Brief antwortete.

Kristina Schröder (CDU), wie Alice Schwarzer es getan hat, die Kompetenz als Ministerin für das Ressort Frauen abzusprechen, ist gemein. Schröder weiß nämlich so allerhand: »Von fairen Chancen für Frauen im Berufsleben sind wir in Deutschland immer noch weit entfernt. Frauen verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer. Frauen fehlen auf den oberen Stufen der Karriereleiter.«

So etwas hört man von Schröder zu besonderen Anlässen wie dem »Equal Pay Day« im März. An anderen Tagen verbreitet sie eine andere »Wahrheit«, die »doch so« aussehe, wie sie dem »Spiegel« sagte: Frauen verdienen weniger, weil sie lieber Germanistik als Elektrotechnik studieren und in Gehaltsverhandlungen zu bescheiden sind. Dass Jungen dagegen heutzutage häufig schlechter in der Schule sind als Mädchen, hat in Schröders Welt damit zu tun, dass männliche Vorbilder in Kitas und Schulen fehlen. Oder gar mit einem unmoralischen »Feminismus, der die Jungs bew...


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