Atomtransporte und keine Ende

Umweltschützer kritisieren geplanten Castor-Transport nach Russland / Nordosten will kein Endlagerstandort werden

Atomkraftgegner aus Russland und Deutschland forderten am Mittwoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf die Atommülltransporte von Ahaus nach Majak zu verzichten. Unterdessen wird in Mecklenburg-Vorpommern über die geplanten Castor-Lieferungen ins Zwischenlager Nord bei Lubmin diskutiert.

Berlin (Agenturen/ND). Deutsche und russische Atomkraftgegner haben die Bundesregierung aufgefordert, die geplanten Castortransporte vom westfälischen Ahaus in die russische Plutoniumfabrik Majak abzusagen. »Kümmern Sie sich um Ihren Atommüll selbst«, appellierte Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense am Mittwoch in Berlin an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (beide CDU). »Russland ist nicht Ihre Atommüllkippe.«

Majak sei seit einem schweren radioaktiven Unfall 1957 bis heute eine der am stärksten verstrahlten Regionen der Welt, kritisierten Ecodefense, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und die Organisation »urgewald« bei einer gemeinsamen Veranstaltung. Neuer plutoniumhaltiger Atommüll aus Ahaus würde den Betrieb verlängern und die Lage weiter verschärfen.

Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland bezweifelte zudem die Sicherheit des Bahntransports, mi...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.