Mit Bildung aus der Armut

Das Clay House Projekt in Namibia sorgt für Beschäftigungsperspektiven

  • Von Susanne Laudahn
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Arbeitslosigkeit ist in Namibia generell ein großes Problem, Jugendliche sind davon überproportional betroffen. Das Clay House Project schafft Arbeitsmöglichkeiten.

»Abraham, Abraham«, schreien die Kinder begeistert und rennen den technischen Leiter des SODI-Trockentoilettenprojektes auf seinem Weg zur Baustelle fast um. Abraham Simon ist für viele Kinder in den Wellblechhüttensiedlungen Otjiwarongos ein großes Vorbild. Er ist einer von ihnen und er hat es geschafft. Er hat einen festen Job mit regelmäßigem Einkommen und er kann was, nämlich Toiletten bauen.

In Namibia sind über 50 Prozent der Erwachsenen arbeitslos. Viele Familien sind finanziell abhängig von der Rente der Großeltern. Besonders hoch ist die Erwerbslosenrate jedoch unter Jugendlichen. Mangelnde Schulkenntnisse und fehlende Ausbildung sind dabei die größten Hemmnisse für eine Anstellung, die den Weg aus der Armut weist.

Das Schulsystem war früher vor allem auf die weiße Bevölkerungsminderheit ausgerichtet. Seit der Unabhängigkeit Namibias, im Jahr 1990, wurden jedoch Schulen für alle Kinder gebaut und weit reichende Reformen durchg...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.