Wie ist das alles imposant!

»An der Saale hellem Strande – Ein Kulturhaus erzählt« von Peter Goedel

  • Von Martin Mund
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Herr Kohl, ruft ein Mann in breitestem Anhaltinisch, komm'se mal, ich möchte Ihnen die Hand schütteln! Eine Szene aus dem Jahre 1990, als der Bundeskanzler auch das mitteldeutsche Chemiedreieck besuchte und den Arbeitern versprach, die »Zukunft für die Region sichern« zu helfen. Peter Goedel setzt diese Worte an den Anfang seines Films »An der Saale hellem Strande«, konterkariert sie aber mit Bildern des Abbruchs: In den Schkopauer Buna-Werken zum Beispiel sank die Zahl der Arbeitsplätze schlagartig von 19 000 auf 2600; Betriebsanlagen wurden gesprengt, große Teile der klassischen Industrielandschaft verschwanden.

Goedel und seine Co-Autorin Helga Storck halten sich freilich nicht lange bei den Geschehnissen am Ende der DDR auf; erst ganz zum Schluss schließt sich dieser knappe Rahmen. Dazwischen, fast anderthalb Stunden lang, tauchen sie in die filmisch bisher noch nie erzählte Geschichte des Schkopauer »Hauses der Freundschaft« ein, ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.