Die Trägheit der Intuition

Psychologen ergründen, warum so viele Menschen dem Aberglauben anhängen

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Seit Jahren stellt das Allensbacher Institut für Demoskopie in Umfragen fest, wie weit abergläubische Vorstellungen in Deutschland verbreitet sind. Die Ergebnisse dürften all jene enttäuschen, die im Gefolge der Aufklärung nach wie vor hoffen, dass mit der Entwicklung der Wissenschaften der Aberglaube an Überzeugungskraft verliert. Das Gegenteil ist der Fall. Waren 1990 rund 25 Prozent der Bundesbürger überzeugt, dass eine Sternschnuppe am Nachthimmel für ihr künftiges Schicksal von Bedeutung sei, sind es inzwischen 41 Prozent. 28 Prozent der Deutschen ängstigen sich vor der Zahl 13 und vermuten überdies, dass von Zahlen generell eine magische Wirkung auf unser Leben ausgehe. 1990 meinten dies nur 24 Prozent. Überdies glaubt jeder vierte Deutsche, dass eine schwarze Katze, die einem von links nach rechts über den Weg läuft, ein Zeichen für kommendes Unheil sei.

Wie üblich haben die Allensbacher Demoskopen auch nach Unterschieden zwische...


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