Eine Bewerbung gerät ins Wanken

Olympia 2018: Selbst die französischen IOC-Mitglieder glauben nicht mehr an die Kandidatenstadt Annecy

  • Von Jirka Grahl
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Aussichten für Olympia in Frankreich sind schlecht. Annecy, Konkurrent von München im Wettstreit um die Ausrichtung der XXIII. Olympischen Winterspiele und der XII. Paralympischen Winterspiele 2018, muss sich nach etlichen Querelen vorab nun auch noch auf die Suche nach einem neuen Bewerbungschef begeben. Generaldirektor Edgar Grospiron ist am Sonntagabend zurückgetreten.

Olympische Spiele sind eine kostspielige Veranstaltung. Zweieinhalb Wochen dauert so ein Weltsportfest, im Sommer wie im Winter, und in der Regel kosten es Milliarden von Euro, die nicht etwa das Internationale Olympische Komitee ausgeben muss, sondern der Veranstalter.

So schwanken die Zahlen für Olympia in Sotschi 2014 beispielsweise zwischen sechs und zwölf Milliarden, die Münchner Bewerber rechnen derzeit mit drei Milliarden Euro für Olympia 2018. Im Juli 2011 wird das IOC in Durban (Südafrika) entscheiden, wo die Winterspiele 2018 ausgetragen werden. Dabei ist das Interesse bei dieser Wahl so gering wie lange nicht: Neben München und Annecy ist mit Pyeongchang (Südkorea) nur noch eine weitere Kandidatenstadt im Wettbewerb. Nur drei Bewerber, das gab es zuletzt vor 30 Jahren.

Der ostfranzösiche Alpen-Luftkurort Annecy hat in diesem Dreikampf bisher mehr als Alibikandidat denn als ernst zu nehmender Rivale gegolten für die Favoriten a...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.