Wenn die Natur ruft in Otjiwarongo

Trockentoiletten sind in Namibia ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem stillen Örtchen in freier Wildbahn

  • Von Susanne Laudahn
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

2008, im UN-Jahr für sanitäre Grundversorgung, begann der Solidaritätsdienst-international mit dem Bau von Trockentoiletten in Namibia. Mit ihnen soll gefährlichen Infektionserkrankungen ein Riegel vorgeschoben werden.

Die Trockentoiletten, vor denen Josh und seine Brüder herumtollen, sind in Otjiawarongo wie anderswo noch längst keine Selbstverständlichkeit in dem armen südwestafrikanischen Land.

Die Sonne brennt, und die Trockenheit nimmt einem den Atem: Es ist Sommer in Namibia. Die hellblaue Toilette der Familie Salimba steht inmitten von Hirsepflanzen, dem Hauptnahrungsmittel der größten Bevölkerungsgruppe, der Owambos. Bunt, hygienisch und funktional sind die Trockentoiletten, die SODI mit Unterstützung der Europäischen Union und zahlreicher Spenderinnen und Spender seit 2008 in Otjiwarongo baut.

Josh lacht. Es ist ihm peinlich, wenn man ihn nach Toiletten fragt: Das ist doch kein Problem von Jungen. Jungs beschäftigen sich hier, am Rande der Stadt, mit ganz anderen Dingen. Streiche spielen und sich verstecken, wenn der betrunkene Nachbar um sich schlägt.

Eine einfache technische Lösung

Josh ist der jüngste Sohn von Laimi Salimba. Auf sein T-Shirt ist ein bunter Teddybär gestickt. Selbst hatte Josh nie ein Kuscheltier. Fußball ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er spielt mit Plastiktüten, die er und seine Brüder zu einem Ba...


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