Zum Murmeltiererwachen nach Maloja

Frühling erleben im Oberengadin – nach einem langen Winter

  • Von Nicole Quint
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

»Nichts Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein!« Nie erscheint diese Gedichtzeile von Ingeborg Bachmann wahrer als am Ende eines langen Winters, wenn uns der Frühling nicht schnell genug kommen kann.

Anfang April ist das Dorf Maloja im Oberengadin genau der richtige Ort, um den Winter zu verabschieden und der Sonne auf rund 1800 Metern näher zu kommen. Während das Flachland noch oft unter Hochnebel liegt, präsentiert sich Maloja dann bereits blitzendblau und kristallklar. An rund 322 Tagen bescheint die Sonne den Ort an der Alpensüdseite und zeigt sich damit drei Mal häufiger als in Zürich.

Während sich die Städter also gerade erst in der Phase der Übergangsjacken befinden, in der man sich langsam daran gewöhnen muss, nach dem Aufstehen nicht mehr reflexartig die Heizung anzudrehen und Johanniskrauttee gegen Winterdepressionen zu trinken, begrüßt Maloja seine Besucher mit weißglänzenden Gletschern und beschert ihnen bei wolkenfreiem Himmel sonnenverbrannte Nasen. Auf den Südseiten der Hausdächer ist der Schnee schon vollkommen geschmolzen, die weißen Hauben auf der anderen Seite sind dagegen noch meterdick. Sentimentale Winterliebh...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.