Ein Block Marke Süschendorf

Bis in die Abendstunden blieb der Castor-Transport vor Lubmin an einer Blockade hängen

  • Von Fabian Lambeck und Velten Schäfer, Greifswald
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Bis in die Nachmittagstunden schien alles glatt zu gehen mit dem Castor-Transport ins winterliche Lubmin – doch seither hält eine Einzelaktion den Atommüll auf. Die Veranstalter hätten auch ohne diese Aktion von einem Erfolg gesprochen: Es sei gelungen, im Nordosten eine Anti-Atom-Protestkultur zu etablieren, sagen sie.

Atomkraftgegner wehrt Polizisten ab

Der Castor-Donnerstag beginnt schon am Mittwochabend in der Greifswalder Museumswerft. Ungefähr 19.30 Uhr ist es, als die letzte Info-Sitzung der Atomgegner beginnt – und etwa 20 Uhr, als den rund 100 Gruppenvertretern und Einzelkämpfern in dem vollen Raum klar wird, was das Gehörte denn nun wirklich bedeutet: Am besten, so die Botschaft, die ein zierlicher älterer Herr mit Bart und Wollmütze von einem Stuhl aus verkündet, mache man sich sofort auf den Weg. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man nämlich schon am frühen Abend nicht mehr in Richtung Lubmin, man kann auch nicht wissen, was das Wetter macht – und was die Polizei.

Dann beginnen sich die Leute in der Dunkelheit zu verlieren. Die einen bilden Fahrgemeinschaften zu den Mahnwachen, wo jeweils ein paar Leute halbwegs im Warmen übernachten könnten, wie es heißt. Andere wollen nochmal ins Bett und es am Morgen um halb vier mit Autos versuchen. Eine dritte Grupp...


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