Billiger nach Bomben suchen

Oranienburg (dpa). Der Landkreis Oberhavel und die Stadt Oranienburg wollen die Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg schneller und effektiver gestalten. Ein Gespräch dazu bei der EU am Mittwoch in Brüssel wertete Landrat Karl-Heinz Schröter als erfreulich. Angestrebt werde eine bessere und weniger aufwendige Suche, sagte Schröter gestern. Die Stadt war im Krieg ein Zentrum der Rüstungsindustrie und deshalb stark bombardiert worden. Angeregt wurde, mit EU-Mitteln und Partnern ein Forschungsprojekt zur effektiveren Suche von Bomben und zur Entschärfung zu starten.

Es seien von der EU potenzielle Partner genannt worden. Das derzeit angewendete Verfahren sei sehr aufwendig und auch kostenintensiv, erläuterte Schröter. Im Rastermaß von 1,50 Metern werde bis zu acht Meter tief gebohrt und nach »Anomalien« gesucht. Künftig soll nicht mehr so tief in einem so engen Raster gesucht werden. Möglichkeiten dazu soll das Forschungsprojekt bringen. Verwertbare Ergebnisse könnte es in zwei bis drei Jahren geben.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung