»Oftmals essen wir nur einmal die Woche«

Akute Nahrungskrise in Tschad gefährdet vor allem die Kinder

  • Kristin Palitza, Mao
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In der Sahelzone hungern Millionen Menschen. Besonders betroffen ist Tschad. Laut UNICEF sind dort 22 Prozent der Kinder von Unterernährung betroffen, Zehntausende akut vom Hungertod bedroht.

Halime Djime (29) sitzt schwermütig auf einer dünnen, verschlissenen Matratze auf dem staubigen Steinfußboden eines unmöblierten Krankenhauszimmers. Besorgt hält sie ihre fünfjährige Tochter Fatime im Arm – ein kleines Bündel aus Haut und Knochen, gerade mal 7,5 Kilo schwer. Vor drei Monaten litt das chronisch unterernährte Kind an Durchfall und begann, rapide an Gewicht zu verlieren.

Es dauerte fünf lange Tage, bis Halime Hilfe für ihre Tochter fand. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern als Nomaden in der Nähe von Faya, einem kleinen Ort in der Mitte der Sahelwüste. Als die Mutter sah, dass ihr Kind kurz vor dem Tod stand, trampte sie mit ihm 700 Kilometer auf den Dächern von Lastwagen, um das nächste Krankenhaus zu erreichen. Fatime litt an Kwaschiorkor, einer schweren Form des Proteinmangels, Vitamin A Mangel, Hautentzündungen, Anämie und hohem Fieber. »Fatime ist hier gerade noch rechtzeitig angekommen«, sagt Maina Abakar ...


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