Chinas Industrie guckt sich in Afrika um

Gute Gewinnaussichten locken Unternehmen aus der Volksrepublik in Sonderwirtschaftszonen

  • Armin Osmanovic, Johannesburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wegen der steigenden Produktionskosten im eigenen Land siedeln sich chinesische Unternehmen nicht länger nur in asiatischen Staaten an. Auch Afrika ist mit seinen günstigen Lohnkosten und der wachsenden Nachfrage attraktiv für Investitionen etwa in die Textilindustrie, den Automobilbau oder den Hausgerätebau.

Europäische Diplomaten und Geschäftsleute reißen gerne Witze über die schlechte Qualität der vielen neuen chinesischen Bauten in Afrika. Derzeit sorgt der Bruch der Verglasung am neu errichteten Flughafenterminal in der botswanischen Hauptstadt Gaborone für Lacher. Viele Europäer sind sich sicher, dass bald schon Europas Wertarbeit in Afrika wieder geschätzt werde.

Ganz unbeeindruckt von dieser Häme setzt China in Afrika zum nächsten Sprung an. Nachdem sich das Reich der Mitte in wenigen Jahren den Zugriff auf Afrikas Ressourcen gesichert und den Kontinent mit seinen etwa eine Milliarde Menschen für chinesische Produkte, von Badelatschen bis Motorräder, erschlossen hat, beginnen nun chinesische Unternehmen, Afrika als Produktionsstandort zu entdecken. Angelockt werden sie von einem schnell wachsenden Markt. Afrikas Bevölkerung könnte sich laut Prognosen in den nächsten 40 Jahren verdoppeln. Die Mehrheit wird bald in Städten wohnen, doch...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.