»Alternativ« oft Etikettenschwindel

Kleine und Mittelständler setzen die Trends, Große setzen sich aufs Trittbrett

Klaus Ludwig (57), 1987 Gründer und Geschäftsführer von KL-Reisen, was für »Kulturen leben« steht. Mittelständischer Veranstalter alternativer Gruppen-Studienreisen mit Sitz in Liederbach (Hessen). Ludwig ist gelernter Bankkaufmann, war auch Redakteur und im Musikgeschäft. Lebensprägend für ihn: Mandela, Ho Chi Min, Che Guevara. Maxime: Emanzipation der Dritten Welt unterstützen, sie aber den Weg selber finden und gehen lassen.

ND: Die Reisebranche sagt ganz nüchtern, dass sie mit Illusionen handelt. Was halten Sie von diesem Geschäftsansatz?
Ludwig: Nicht viel. Wir praktizieren das Gegenteil, indem wir neugierig auf die reale globalisierte Welt machen. Wir wollen Freude an der Begegnung mit Menschen und Kulturen wecken, Lust auf Erkenntnisgewinn und die Emotionen machen.

Das verheißt eher einen anstrengenden denn einen entspannten Urlaub.
Der Kundenkreis ist einerseits schon ziemlich selektiv. Andererseits gibt es aber genug Leute, die mit der uniformen Spaßgesellschaft nichts oder nichts mehr am Hut haben.

Und was suchen die statt Strandrelaxen oder Sennhüttenruhe bei Ihnen?
Offenbar mehr das Abenteuer der bleibenden Entdeckung statt das eines flüchtigen Erlebnisses.

Abenteuer klingt sehr dramatisch, oder?
Für viele, die denken, dass alle Welt so tickt wie sie und Deutschland, dürfte die Entdeckung des Gegenteils wie Abenteuer sein. Von dem beko...




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