Nur ein Gläschen zur Entspannung

Bei Überlastung greifen auch qualifizierte Frauen zu häufig zum Alkohol

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Belastungssituationen greifen auch qualifizierte Frauen immer öfter zum Alkohol. Finanziert vom Bundesgesundheitsministerium sucht das Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft der Leibniz-Universität Hannover jetzt nach Ursachen und betrieblichen Präventionsansätzen.

Dabei geht es nicht um das Glas Sekt zur Geburtstagsrunde einmal im Jahr – sondern um häufigen, riskanten Alkoholkonsum. Das heißt für Frauen, mehr als zwölf Gramm reinen Alkohol pro Tag zu trinken, und zwar an mehr als fünf Tagen in der Woche. Dabei entsprechen schon zehn Gramm Alkohol einem sogenannten Standardgetränk, also einem Glas Wein oder einem doppelten Schnaps. Nach Zahlen von 2009 trinken in Deutschland mehr als 3,5 Millionen Frauen riskant, das heißt mit teils schwerwiegenden gesundheitlichen und sozialen Folgen.

Nach Angaben von Anja Wartmann, die im Rahmen des Projektes an ihrer Dissertation arbeitet, tragen die Frauen ihrer Zielgruppe oft Personalverantwortung und sind hoch qualifiziert. In der öffentlichen Verwaltung stellen sie schon 45 Prozent der Beschäftigten. Und immer mehr von ihnen versuchen regelmäßig, sich mit Alkohol zu entspannen: »Es trinkt...


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