Eine halbe Million Euro – und Schluss?

Ettaler Opfer werfen der Kirche Versagen bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals vor

Keine Spur von Krisenmanagement: Die Opfer des Missbrauchsskandals im oberbayerischen Kloster Ettal lassen kein gutes Haar an der katholischen Kirche. Doch den 500 000-Euro- Fonds begrüßen sie. Das Geld müsse nun rasch ausgezahlt werden.

München/Ettal (dpa/ND). Die Opfer von sexuellem Missbrauch im Kloster Ettal werfen der katholischen Kirche Versagen bei der Aufarbeitung des Skandals vor. »Niemand greift ein, wenn die Organisation der jeweiligen Täter sich nicht bewegen will«, kritisierte der Sprecher des Vereins Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer, Robert Köhler, am Freitag in München. »Daher steht der Einzelne der Kirche komplett machtlos gegenüber.« Es fehlten in der Kirche Experten zur Krisenbewältigung. Der Verein forderte, dass die Schwachstellen in den Diözesen und Orden abgestellt werden. Jährlich solle ein Bericht darüber vorgelegt werden.

Als Lügner beschimpft

Sowohl Köhler als auch der Anwalt des Opfervereins, S...


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