»Mission Gerechtigkeit«

Jugendpolitischer Kongress der IG Metall in Sprockhövel

  • Von Marcus Meier, Sprockhövel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Seit Mittwoch und noch bis morgen beraten 200 Delegierte über den Kurs der IG-Metall-Jugend in den kommenden vier Jahren. Der mitgliederstärkste politische Jugendverband Deutschlands will sich modernisieren – betreffend: Form und Inhalt. Doch wie viel Radikalität darf's sein?

Multimedia ist Trumpf beim Jugendpolitischen Kongress der IG Metall.

»Dieser Kapitalismus gehört weg«, ist auf einem Transparent hinter dem Präsidium, in einem eingespielten Film und dem immerhin knapp drei Zentimeter dicken Buch zur Kampagne »Operation Übernahme« zu lesen. Nur »dieser«? Oder der Kapitalismus generell? Auch darüber diskutieren in diesen Tagen 200 Delegierte der als diskussionsfreudig bekannten IG-Metall-Jugend – mit derzeit 200 000 Mitgliedern immerhin die stärkste politische Jugendorganisation Deutschlands.

Getroffen hat man sich in Sprockhövel bei Wuppertal, wo die IG Metall eine Bildungsstätte unterhält, deren Größe gefühlt jeden zweiten Universitätsdirektor vor Neid erblassen lassen würde. Doch längst finden die Debatten nicht nur im Saale, auf Fluren und Raucherbalkonen, sondern auch im Internet statt: Die IG Metall-Jugend nutzt soziale Netzwerke wie Facebook, um zu debattieren und Botschaften nach draußen zu tragen. Natürlich gibt es auch eine App für's internetfähige Handy – »...


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