Innenminister verbietet rechtsextreme Gruppe

175 Polizisten durchsuchten die Wohnungen von 20 Mitgliedern der Freien Kräfte Teltow-Fläming

  • Von Marion van der Kraats, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Brandenburg setzt seinen Kampf gegen den Rechtsextremismus fort und hat die »Freien Kräfte Teltow-Fläming« verboten. Laut Innenministerium ist es bundesweit das erste Verbot gegen diese Form von Neonazi-Organisationen, die als Reaktion auf Vereinsverbote weniger formale Strukturen aufweisen. 20 Mitgliedern wurde am Montagmorgen die Verbotsverfügung überreicht, teilte Innenminister Dietmar Woidke (SPD) mit. Zeitgleich wurden ihre Wohnungen durchsucht – 19 in Brandenburg, eine im Süden Berlins. Dabei wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt. »Die Aktion hat die Mitglieder eiskalt erwischt«, sagte Woidke. Eine Mitgliederliste und eine Vereinskasse mit rund 700 Euro werten die Ermittler als deutliche Indizien für die Strukturen der Organisation. Zudem stellten die 175 Polizisten bei den Durchsuchungen vor allem in Zossen und Blankenfelde-Mahlow Computer, CDs und Propagandamittel wie Aufkleber, Plakate oder Hakenkreuz-Fahnen sicher. Ab...

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.